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Im Gegensatz zu Verzeichnissen, bei denen Menschen Internetseiten bestimmten Kategorien zuordnen, errechnen Crawler-basierte Suchmaschinen die Relevanz, die eine Internetseite für ein bestimmtes Suchwort hat.
Anfangs haben die Crawler nur gezählt, wie oft das Suchwort auf einer Seite vorkommt. Die Logik war: Kommt das Wort häufiger vor, dann ist die Seite “relevanter” als eine andere, auf der das Wort seltener vorkommt.
Doch das hat sich schnell bei denen herumgesprochen, die gefunden werden wollten. Also haben sie das Suchwort, unter dem sie unbedingt gefunden werden wollten, unsinnig oft wiederholt. Wer unter z.B. unter “mp3”
gefunden werden wollte, der hat “mp3” hundertfach auf der Seite untergebracht. Oft in sehr kleiner oder sogar in für normale Betrachter unsichtbarer Schrift.
Sobald die Suchmaschinen-Programmierer dies mitbekamen, entwickelten sie eine Gegenstrategie. Sie “bestraften” (Penalty), wer ein Wort zu oft benutzte. Die Situation sieht heute so aus: Wer das Suchwort zu
wenig oder zu viel benutzt, erhält eine schlechtere Position als jemand, der genau den richtigen Wert trifft. Da der “genau richtige Wert” geheimgehalten wird, ist es heute nicht mehr möglich, durch einfache
Erhöhung der Benutzung des Suchwortes die Position zu verbessern. Je mehr sich eine Seite dem natürlichen Sprechen oder Schreiben annähert, desto besser. (Haben Sie schon einmal probiert, absichtlich “natürlich” zu
wirken? Vermutlich waren Sie in der Situation viel verkrampfter als sonst!)
Beginn der nächsten Runde des Kampfes der Spammer (= Leute, die mit suchmaschinen-unfreundlichen Mitteln versuchen, bessere Positionen in den Listen der Suchmaschinen zu erreichen) gegen die Suchmaschinen:
Spammer meldeten nicht nur eine, sondern viele Seiten an, die sich nur in einem unterschieden: Der Häufigkeit, mit der das Suchwort auf einer Seite vorkommt. Die Fogen waren fatal: Oft waren die ersten hundert
Plätze einer Suchmaschine von einem einzigen Anbieter besetzt. Frustrierend für alle Suchenden, die mit dem Inhalt dieses Anbieters nicht zufrieden waren. Ärgerlich auch für alle anderen Anbieter von Informationen,
weil sie gegen den systematischen Stumpfsinn der Spammer nicht ankamen.
Die Antwort der Suchmaschinenbetreiber ließ nicht lange auf sich warten: Sie bestraften jeden, der zu viele ähnliche Seiten auf einmal anmeldete.
Dann kam Google mit einer grundsätzlich anderen Strategie, die Relevanz zu bewerten: Google zählte die Links, die von anderen Seiten auf eine bestimmte Seite im Internet verweisen.
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